Die vegane Gesellschaft Österreich schreibt zu diesem Thema


Veganismus ist eine Philosophie und Lebensweise, die versucht, soweit wie praktisch durchführbar, alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an leidensfähigen Tieren insbesondere für Essen, aber auch für Kleidung oder andere Zwecke zu vermeiden.


Die moderne Nutztierhaltung, wie beispielsweise für die Fleisch- und Milchproduktion, ist ein Verhältnis, das Ausbeutung und Leid bedingt. Das Leid hat seinen Ursprung in der Haltung und gewaltsamen Tötung von Tieren, die produktionstechnisch bedingt, Teil auch der Milch- und Eiererzeugung ist.


So werden z.B. in der Eierproduktion (auch bei Bio- und Freilandhaltung) alle männlichen Legehühner am ersten Tag ihres Lebens getötet, weil sie keine Eier legen können und somit wirtschaftlich unnütz sind. Die Legehennen selbst wurden auf unnatürlich hohe Legeleistung hochgezüchtet (ca. 300 Eier pro Jahr statt ca. 30 Eier pro Jahr), was für das Huhn eine große körperliche Belastung bedeutet. Im Alter von etwa zwei Jahren lässt die Legeleistung merklich nach, weshalb die Hühner üblicherweise getötet und durch andere Hühner ersetzt werden. In Legebatterien und ähnlichen Produktionssystemen ist es nicht unüblich, die Hühner einmal pro Jahr auszutauschen, um eine hohe und kontinuierliche Legeleistung zu erzielen.


Kühe geben nicht "einfach so" und auch nicht dauerhaft Milch. Wie alle Säugetiere produzieren sie Milch nur für ihren Nachwuchs, wobei im Normalfall ein Kalb pro Jahr geboren wird, um eine kontinuierlich hohe Milchleistung der Mutter zu erreichen (Laktationskurve). Die kleinen Kälber werden direkt nach der Geburt von ihrer Mutter getrennt, mit Industriefutter ernährt und entweder der Kälbermast zugeführt oder als Lebendfleisch exportiert. Hochleistungskühe werden üblicherweise sehr jung (ca. 5-6 Jahre) getötet, da ihre Körper durch diese Strapazen schnell verbraucht sind. Deshalb ist der Konsum von Eiern und Milch unter anderem mit dem Töten und der Ausbeutung von Tieren verbunden.


Über die Betrachtung des Leidens der Tiere hinaus spricht der Veganismus leidensfähigen Tieren das Recht auf Leben, Unversehrtheit und Freiheit zu. Der Veganismus impliziert daher auch die Befürwortung von Tierrechten. Es gibt zahlreiche Gründe, die für eine vegane Ernährung sprechen. Dazu zählen vor allem ethische Gründe, gesundheitliche Vorteile und der Wunsch nach einer ökologisch nachhaltigen Lebensweise.



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