Weltkulturerbe Großmugl?



Die kleine Gemeinde Großmugl im Weinviertel hat große Pläne: 2018 will sie in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen werden.


Was ist dran an dem kleinen Ort, der vielleicht schon bald zu den bedeutendsten Plätzen der Welt zählen wird? Viele meinen, es wäre der bronzezeitliche Grabhügel, der Großmugl seinen Namen gegeben hat, aber tatsächlich ist von diesem Ort aus ganz einfach der Sternenhimmel so gut wie sonst nirgends in den dicht verbauten gebieten Ostösterreichs zu sehen. Dr. Günther Wuchterl, Astronom an der Thüringer Landessternwarte: "Die unmittelbare Gegend um Großmugl ist bei Nacht als ausgezeichneter Ort auf den Satellitenkarten erkennbar. Die Besonderheit dabei ist die unmittelbare Nähe zu Wien. Denn trotz der enormen Helligkeit der angrenzenden Großstadt ist es in Großmugl nachts so dunkel, dass man dort problemlos die Milchstraße sehen kann."


Astronomen, Biologen und Mediziner wollen Großmugl daher als "Lichtschutz-Oase" bei der UNESCO einreichen. Denn nach dem offiziellen UNESCO-Beschluss vom September 2010 ist auch der Sternenhimmel als schützenswertes Kulturgut betrachtet. Und da es nur mehr sehr wenige Orte auf der Erde gibt, die direkt neben Großstädten einen so perfekten Blick zum Nachthimmel bieten, hat Großmugl sehr gute Chancen, als Lichtschutz-Oase in der Liste der von der UNESCO geschützten Kulturgüter aufgenommen zu werden.




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